BGBl II Nr. 52/2019 · Pflicht ab 1. Jänner 2025 · ebInterface 5.0 · PEPPOL BIS 3.0

E-Rechnung Bund & PEPPOL — acht Wege zur Compliance.

Seit 1. Jänner 2025 sind alle Lieferanten des österreichischen Bundes verpflichtet, Rechnungen elektronisch im ebInterface 5.0- oder PEPPOL BIS 3.0-Format zu übermitteln. Dieser Leitfaden erklärt Rechtsgrundlagen, Pflichtfelder, Übermittlungswege und Software-Integration für 2026.

Acht Aspekte — vollständig erklärt

HINTGR

Rechtliche Grundlage

Bundesgesetz über die Vergabe von Aufträgen (BVergG 2018) i.V.m. Verordnung des Bundesministers für Finanzen (BGBl II Nr. 52/2019): Ab 1. Jänner 2025 müssen Rechnungen an alle österreichischen Bundesbehörden elektronisch im XML-Format eingereicht werden. Länder- und Gemeindeebene folgen schrittweise ab 2026.

EBIFACE

ebInterface 5.0

ebInterface ist das österreichische XML-Rechnungsformat, entwickelt von der Wirtschaftskammer Österreich (WKO). Version 5.0 (2018) ist mandatory für B2G ab 2025. Pflichtfelder: InvoiceNumber, IssueDate, BillerID (UID), RecipientID, ContractReference, LineItem-Array, Tax-Breakdown, PayableAmount. Schema: https://www.wko.at/ebinterface.

PEPPOL

PEPPOL BIS 3.0

PEPPOL (Pan-European Public Procurement On-Line) BIS Billing 3.0 ist die EU-weit kompatible Alternative zu ebInterface. Übertragung via PEPPOL Access Point (zertifizierter Dienstleister). Österreich ist seit 2019 PEPPOL-Mitglied; Bundesbeschaffung GmbH betreibt den nationalen PEPPOL-AP.

PORTAL

Bundesbeschaffung GmbH (BBG) Portal

Rechnungen an Bundesstellen können alternativ über das E-Rechnungsportal der Bundesbeschaffung GmbH (www.erechnung.gv.at) manuell hochgeladen werden. Format: ebInterface XML oder EU-konforme UBL 2.1 / UN/CEFACT CII. Kostenlos für Lieferanten des Bundes.

PFLICHT

Pflichtfelder & Validierung

Minimum-Pflichtfelder nach BGBl II Nr. 52/2019: (1) UID-Nummer des Rechnungsstellers (ATU-Format), (2) UID-Nummer des Empfängers, (3) Rechnungsnummer (eindeutig pro Lieferant), (4) Rechnungsdatum, (5) Leistungszeitraum, (6) Auftragsnummer / Vertragsnummer des Auftraggebers, (7) IBAN des Rechnungsstellers, (8) Steuerbetrag aufgegliedert nach USt-Satz.

ELSTER

Lohnverrechnung & ELDA

Parallel zur E-Rechnung müssen Lohnabgaben via ELDA (Elektronischer Datenaustausch der Sozialversicherungsträger) übermittelt werden. ELDA-Meldungen: Anmeldung (An/Abmeldung DN), monatliche Beitragsgrundlagenmeldung (mBGM), Jahreslohnzettel (L16). ELDA-Portal: www.elda.at. Verbindlich für alle Arbeitgeber ab 1 DN.

FRIST

Fristen & Übergangszeitraum

B2G E-Rechnung Bund: verpflichtend ab 1. Jänner 2025 (keine Übergangsphase). B2G E-Rechnung Länder/Gemeinden: Pilotphase 2025, verpflichtend ab 2026 (je nach Bundesland). B2B E-Rechnungspflicht: keine allgemeine AT-Pflicht (VIDA-Richtlinie EU frühestens 2030). USt-Voranmeldung: monatlich bis 15. des Folgemonats via FinanzOnline.

TOOLS

Software & Integration

4invoices.net generiert nativ ebInterface 5.0 XML und PEPPOL UBL 2.1. API-Endpunkt POST /api/v1/invoices/{id}/export?format=ebinterface liefert valides XML mit allen Pflichtfeldern. Automatische UID-Validierung gegen BMF-Webservice. PEPPOL-Übertragung via zertifizierten Access Point inklusive. Keine Drittanbieter-Software notwendig.

9 Bundesländer · B2G E-Rechnung Status 2025–2026

Rollout nach Bundesland. Bund bereits verpflichtend.

Der Bund ist ab 1. Jänner 2025 vollständig verpflichtet. Die Bundesländer befinden sich in der Pilotphase und führen die Pflicht schrittweise bis 2026 ein. Prüfen Sie das jeweilige Landesportal für aktuelle Fristen.

AT-W · Pflicht 2025
Wien

wien.gv.at/erechnung

AT- · Pilotphase
Niederösterreich

noe.gv.at

AT- · Pilotphase
Oberösterreich

land-oberoesterreich.gv.at

AT-ST · Pilotphase
Steiermark

verwaltung.steiermark.at

AT-T · Pilotphase
Tirol

tirol.gv.at

AT-K · Pilotphase
Kärnten

ktn.gv.at

AT-S · Pilotphase
Salzburg

salzburg.gv.at

AT-V · Pilotphase
Vorarlberg

vorarlberg.at

AT-B · Pilotphase
Burgenland

bgld.gv.at

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