Leitfaden · PEPPOL-EBINTERFACE

PEPPOL & ebInterface — Technischer Leitfaden

Dieser Leitfaden richtet sich an IT-Verantwortliche und Buchhalter, die die technische Implementierung von PEPPOL und ebInterface verstehen wollen. PEPPOL (Pan-European Public Procurement OnLine) ist ein europäisches Netzwerk; Österreich trat 2019 als PEPPOL Authority bei (Bundeskanzleramt als Central Service Provider). ebInterface ist der österreichische Branchenstandard — entwickelt von WKO und BMF, derzeit Version 5.0 (2024).

01
Frage

Wie wird eine österreichische UID-Nummer (ATU12345678) als PEPPOL-ID codiert?

Antwort

Zwei PEPPOL-Schemas für AT-UIDs: 0007:AT+UID (ICD 0007 = AT company number, Wert "ATU12345678") oder 0088:GLN (Global Location Number, wenn die Firma eine GLN hat). Das Ökosystem wählt automatisch 0007:AT+UID für österreichische Empfänger ohne explizite GLN.

02
Frage

Welche PEPPOL Access Points sind für Österreich zugelassen?

Antwort

PEPPOL Access Points (APs) müssen von der PEPPOL Authority zertifiziert sein. In Österreich: das Bundeskanzleramt als Central Servi Provider + private APs (Liste auf peppol.eu). Das 4b2b-Ökosystem nutzt einen zertifizierten privaten AP mit österreichischer Datacenter-Infrastruktur.

03
Frage

Unterschied ebInterface "UnstructuredAddress" vs. "Address" in Version 5.0 vs. 4.x?

Antwort

ebInterface 5.0 erzwingt strukturierte Adressen (Straße, Hausnummer, PLZ, Ort, Land als separate Elemente). Version 4.x erlaubte UnstructuredAddress als Fallback. Beim Upgrade auf 5.0 müssen alle Adress-Felder im Kundenstamm vollständig strukturiert sein — das Ökosystem validiert dies bei der Einreichung.

Software für PEPPOL/ebInterface

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